
Vertretung: Welt
Am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris bei Rachel Yakar ausgebildet und von William Christie entdeckt, hat sich die Koloratursopranistin Patricia Petibon mit einem Repertoire, das vom französischen Barock bis zur zeitgenössischen Musik reicht, als eine der vielseitigsten Sängerinnen ihrer Generation etabliert. Zu den wichtigsten Meilensteinen ihrer Karriere zählen Olympia in Les Contes d’Hoffmann an der Wiener Staatsoper, Blondchen in Die Entführung aus dem Serail am Opernhaus Zürich, Giunia in Lucio Silla in Barcelona und Madrid, Morgana in Alcina an der Mailänder Scala, Aspasia in Mitridate, re di Ponto am Theater an der Wien und in München sowie Despina in Così fan tutte bei den Salzburger Festspielen.
Einen besonderen Erfolg feierte Patricia Petibon als Giunia in Mozarts Lucio Silla am Theater an der Wien unter Nikolaus Harnoncourt, mit dem sie eine enge musikalische Zusammenarbeit verband. Internationale Anerkennung erhielt sie zudem für ihre Interpretation der Lulu in Bergs gleichnamiger Oper am Grand Théâtre de Genève, bei den Salzburger Festspielen und am Liceu in Barcelona. Weitere Höhepunkte ihrer Laufbahn waren Massenets Manon in Wien, Genf und Paris, Debussys Mélisande sowie Blanche in Poulencs Dialogues des Carmélites am Théâtre des Champs-Elysées in Paris. Als Beleg ihrer außergewöhnlichen vokalen und darstellerischen Vielseitigkeit übernahm sie in den vergangenen 2019 alle vier Frauenrollen in Offenbachs Les Contes d’Hoffmann an der Brüsseler Monnaie. Ein bedeutendes Rollendebüt gelang ihr zudem mit Poulencs La Voix humaine und Thierry Escaichs Point d’Orgue in der Regie von Olivier Py am Théâtre des Champs-Elysées, wohin sie 2026 mit dieser viel beachteten Wiederaufnahme zurückkehrte.
Zu den wichtigen Engagements der vergangenen Spielzeiten zählen eine Neuproduktion von La Voix humaine an der Opéra national du Rhin unter der Regie von Katie Mitchell, Pelléas et Mélisande mit dem Budapest Festival Orchestra unter der Leitung von Iván Fischer sowie Così fan tutte am Théâtre du Châtelet und in konzertanter Form mit dem Orchestre national de Lyon. Im Jahr 2024 gab Patricia Petibon ihr Rollendebüt als Mère Marie in Olivier Pys Inszenierung von Dialogues des Carmélites am Théâtre des Champs-Elysées. In der vergangenen Saison war sie außerdem in konzertanten Aufführungen von de Fallas La Vida Breve an der Opéra Angers Nantes zu erleben. Auch auf dem Konzertpodium feierte sie mit La Voix humaine große Erfolge, unter anderem mit dem Orchestre de l’Opéra de Lyon sowie dem Norrlandsoperans Symphony Orchestra in Schweden.
Eine enge musikalische Partnerschaft verbindet Patricia Petibon mit Héloïse Gaillard und dem französischen Barockensemble Amarillis. Gemeinsam gastieren sie regelmäßig mit Programmen wie Destins de Reines und Flammes des Magiciennes in Frankreich und international. Zuletzt waren sie im Seoul Arts Center in Südkorea zu erleben. Weitere wichtige künstlerische Wegbegleiter ihrer Karriere sind Alain Altinoglu, Giovanni Antonini und Il Giardino Armonico, Bertrand de Billy, Ivor Bolton, Frédéric Chaslin, Myung-Whun Chung, Emmanuelle Haïm und Le Concert d’Astrée, Daniel Harding, Kristjan Järvi, Louis Langrée, Andrea Marcon und La Cetra, das Venice Baroque Orchestra, Josep Pons, François-Xavier Roth und Les Siècles, Christophe Rousset, Jérémie Rohrer sowie Paavo Järvi.
Auch auf dem Konzert- und Liedpodium setzt Patricia Petibon immer wieder neue Akzente. In innovativen Programmen verbindet sie französische Mélodies und klassisches Kunstlied mit regionalen Volkstraditionen aus der Bretagne, der Auvergne, Spanien und den Britischen Inseln. In der vergangenen Saison war sie gemeinsam mit Susan Manoff und Christian-Pierre La Marca in Straßburg, Lyon, Madrid und Bordeaux zu erleben. Frühere Engagements führten sie unter anderem nach Aix-en-Provence, in den Wiener Musikverein und das Wiener Konzerthaus, zu den Salzburger Festspielen, nach Genf, Dortmund, Hamburg, Berlin, in die Londoner Wigmore Hall, nach Edinburgh, Luxemburg, Amsterdam, Kopenhagen, Barcelona, Granada und Bilbao.
Von 2008 bis 2016 war Patricia Petibon Exklusivkünstlerin der Deutschen Grammophon. In dieser Zeit entstanden unter anderem eine Aufnahme mit Arien von Gluck, Mozart und Haydn gemeinsam mit Concerto Köln und Daniel Harding, Rosso mit italienischen Barockarien zusammen mit La Cetra und Andrea Marcon sowie Melancolia mit spanischem Repertoire und dem Orquesta Nacional de España unter Josep Pons. 2012 erschien Nouveau Monde, ein Programm mit Barockarien und Liedern, welches sie mit La Cetra und Andrea Marcon einspielte. Es folgte 2014 die vielfach ausgezeichnete Aufnahme La Belle Excentrique mit französischen Mélodies. Bei Sony Music erschienen anschließend die Alben L’amour, la mort, la mer sowie La Traversée, beide in Zusammenarbeit mit La Cetra und Andrea Marcon.
Mit großem Engagement widmet sich Patricia Petibon der Förderung junger Sängerinnen und Sänger. Gemeinsam mit Héloïse Gaillard gründete sie die Akademie Les Chants d’Ulysse an der Abbaye Royale de Fontevraud und am Théâtre Le Dôme in Saumur. Die Akademie bietet Studierenden, Sängerinnen und Sängern, Musikerinnen und Musikern sowie jungen Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern eine Plattform zur künstlerischen Weiterentwicklung. Darüber hinaus gibt Patricia Petibon regelmäßig Meisterkurse an der Académie Ravel in Saint-Jean-de-Luz und an der Opéra National du Rhin in Straßburg. Gemeinsam mit dem Pianisten James Baillieu war sie zudem Artist-in-Residence beim Lied Basel Festival. Seit 2026 ist sie Professorin für Oper und darstellende Kunst am Conservatoire royal de Bruxelles.
2026 | 2027
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Thierry Escaich: Kantate "Tombeau pour Alienor"
Thierry Escaich: "Tombeau pour Alienor & Werke von Henri Purcell
Patricia Petibon, Ensemble Amarillis & Héloïse Gaillard
Label: Evidence muscis | 2025
La Traversée
Arien von Henry Purcell, Stefano Landi, Georg Friedrich Händel, Jean-Philippe Rameau, Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadeus Mozart, Giuseppe Verdi und Jacques Offenbach
La Cetra Barockorchester Basel & Andrea Marcon
Label: Sony Music Entertainment France | 2022
L'amour, la mort, la mer
Werke von Jean Cras, Nicolas Bacri, Heitor Villa-Lobos, Gabriel Fauré, Erik Satie, Francis Poulenc, Yann Tiersen, Ariel Ramirez, Joaquin Rodrigo, Enrique Granados, Thiery Escaich, Francisco Mignone, Reynaldo Hahn, Robert Baska and John Lennon
Susan Manoff, Klavier | David Venitucci, Akkordeon | Olivier Py, Gesang
Ronan Bebars, Dudelsack | Philippe Marchand, alias Yula S, Percussion
Label: Sony Classical | 2020
La Belle Excentrique
Werke von Erik Satie, Léo Ferré, Francis Poulenc, Manuel Rosenthal, Gabriel Fauré, Reynaldo Hahn, Francine Cockenpot,
Klavier: Susan Manoff
Label: Deutsche Grammophon | 2014
VOYAGE ENTRE DEUX MONDES
Patricia Petibon, Sopran
Ensemble Matheus
Jean-Christophe Spinosi, Leitung
Eine einmalige Gelegenheit, in die künstlerische Weitergabe auf höchstem Niveau einzutauchen.
Große internationale Meister der klassischen Musik geben ihr Wissen, ihre hohen Ansprüche und ihre Vision an die jungen KünstlerInnen der Akademie weiter.
Claude Debussy: Pelléas et Mélisande
Mit ihrer erhabenen Stimme und als weltweit gefeierte Künstlerin, die sich im Opernrepertoire ebenso zu Hause fühlt wie in der Melodie, im Pop oder im Jazz, muss die großartige Patricia Petibon heute nicht mehr vorgestellt werden. Zum ersten Mal betritt sie die Bühne von Saint-Guillaume, um eine ihrer größten Rollen zu verkörpern: Mélisande.
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